Zentrale Fragestellungen der Forschungsaktivitäten am Institut Informatik beschäftigen sich mit der Entwicklung intelligenter Systeme, welche dem Menschen im Alltag assistieren. Beispiele hierfür sind stationäre Assistenzsysteme im Straßenverkehr bzw. intelligente Assistenzsysteme im Fahrzeug zur Erhöhung der Sicherheit. Weiterhin werden Assistenzsysteme im Bereich der kognitiven Systemtechnik mit Blick auf Fragestellungen im häuslichen Umfeld wie auch bei der Industrieautomation entwickelt bzw. untersucht. Aktuelle Technologien werden hinsichltich deren Einsetzbarkeit im Alltag weiterentwickelt und durch die Verwendung entsprechender Sensortechnologien (z.B. akustische Sensoren, bildgebende Sensoren) für neue oder erweiterte Aufgabenbereiche nutzbar gemacht.
Aktuelle Projekte:
APFel – Analyse von Personenbewegungen an Flughäfen mittels zeitlich rückwärts- und vorwärtsgerichteter Videodatenströme
APFel ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt im Rahmen des Förderprogramms "Forschung für die zivile Sicherheit" im Themenfeld Mustererkennung.
Neben der Hochschule Ruhr West sind an diesem Projekt die TU-Ilmenau, L-1 Identity Solutions, das European Aviation Security Center Schönhagen e.V sowie der Flughafen Erfurt-Weimar GmbH, die Ruhr Universität Bochum und die Avistra GmbH beteiligt.
Inhalt: Flughafenterminals werden in Anbetracht anhaltender Terrorismusgefahren verstärkt videoüberwacht. Zur Unterstützung der Auswertung von Videodaten soll ein System entwickelt werden, mit dem auffällig erscheinende Personen von einem Operator markiert werden können, um sie dann leichter über mehrere Kameras hinweg im Flughafen zu verfolgen. Mittels eines Abgleichs mit typischen Bewegungsmustern sollen darüber hinaus Prognosen für den weiteren Weg dieser Personen erstellt und so eine frühzeitige Einschätzung ihres Gefahrenpotenzials erheblich erleichtert werden. Über die technischen Möglichkeiten hinaus wird in diesem Projekt bei der Entwicklung des Systems im Besonderen der Schutz persönlicher Daten, wie z.B. Bilddaten, berücksichtigt. Parallel zu den technischen Arbeiten wird zum einen untersucht, inwiefern das System von Fluggästen akzeptiert wird und wie es sich auf deren Sicherheitsgefühl auswirkt. Zum anderen wird dargestellt, welche Anforderungen an ein datenschutzrechtlich konformes System zu stellen sind.
Themenschwerpunkt des Instituts Informatik der Hochschule Ruhr West ist die videobasierte und kameraübergreifende Bildsequenzanalyse, wobei das Ziel besteht, eine schnelle und effektive Ausdünnung des zeitlichen und räumlichen Suchraums auf dem Videomaterial zu realisieren. Hierzu soll eine schnelle Vorsortierung möglicher kameraübergreifender Personenhypothesen ermöglicht werden. Das zu entwickelnde System teilt sich dabei in die Aufgabenfelder videotaktschritthaltende Indizierung und die Rückwärtsanalyse. Während der Videoindizierung sollen erste Informationen wie der Vordergrundbereich extrahiert werden. Erst die Rückwärtsanalyse, welche nur von einem Operator in einer Gefahrensituation ausgelöst werden kann, beschäftigt sich mit der personenspezifischen Auswertung des Videomaterials. Ein weiterer Arbeitspunkt des Instituts Informatik ist die Bildakquise, Bildkomprimierung und die Bildverbesserung sowie die Verteilung der Bilderdaten auf die analysierenden Teilsysteme. Im Weiteren liegt die Systemspezifikation von der Auswahl geeigneter Sensorik bis hin zum individuellen Gesamtsystem hauptverantwortlich bei der Hochschule Ruhr West.
Autonome Systeme
- Förderprogramm: bilateral
- Inhalt: Einsatz autonomer/teilautonomer Systeme für Inspektionsaufgaben im Innen- und Außenraum
Psychoakustische Untersuchungen am Fahrzeug
- Förderprogramm: bilateral
- Inhalt: Untersuchungen akustischer Eigenschaften von Fahrzeugkomponenten im Bezug auf Qualität und Wahrnehmung
Analyse biometrischer Systeme
- Förderprogramm: bilateral
- Inhalt: Entwicklung und Untersuchung bildbasierter biometrischer Gesichtserkennungsverfahren im Hinblick auf deren Einsatzfähigkeit im Alltag